WisskommjourPRÖA

Weil ich jetzt so oft angesprochen worden bin, werde ich mir untreu und schreibe nun also doch über die Frage, ob der Begriff Wissenschaftskommunikation den Wissenschaftsjournalismus einschließt oder nicht. Hier also die Antwort: Tut er.

Das war’s.

Ehrlich. Ich bleib dabei.

Im Ernst: Was streiten wir uns um diese Begrifflichkeiten? Dahinter steht doch eine andere Frage, die von Heidi Blattmann und Josef König in jeweils unterschiedlicher Weise aufgegriffen wird. Die eine, als Journalistin quasi selbst direkt angesprochen, will nicht vereinnahmt werden. Ihr sträubt sich alles, sich „als Journalistin in eine Kategorie – die der Wissenschaftskommunikation – einzugliedern, in die ich meinem Verständnis nach nicht gehöre.“ Der andere, Josef König, raunt etwas von „der Spur des Geldes“. Auch da ist also die Befürchtung, „die Wissenschaft“ oder die Wissenschaftskommunikation, hier verstanden als finanzstarke PR-Maschinerie, möchte den Journalismus kaufen. „Der Wissenschaftsjournalismus wiederum schielt auf Profit, indem er unter die warme Decke der betuchten Wissenschaftskommunikation schlüpft und sich von ihr Alimente erhofft“, heißt es bei Josef König.

Die Grafik bei Wikipedia (nach Carsten Könneker) zeigt die drei Komponenten Wissenschaft, Journalismus und PR sehr schön. Alle betreiben sie Kommunikation. Kommuniziert die Wissenschaft innerhalb der Wissenschaft, ist das fachlicher Austausch (an anderer Stelle habe ich von Science2Science Communication gesprochen und auch von verschwimmenden Grenzen und Science2Lay Communication). Kommuniziert sie explizit aus dem System heraus, ist das Wissensvermittlung, PR, Öffentlichkeitsarbeit. Und kommunizieren Journalist*innen über die Wissenschaft, ist es eben Wissenschaftsjournalismus. Aber alle kommunizieren – aus der oder über die Wissenschaft. Alle haben ihre spezifischen Rollen.

Es gibt eine Besonderheit: Die Wissenschaft und mit ihr die institutionell gebundene  Kommunikation aus der Wissenschaft heraus ist auf den Journalismus angewiesen, wenn es um Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit geht. Es ist ganz einfach: Ohne unabhängigen Journalismus gibt es keine Glaubwürdigkeit. Innerwissenschaftlich ist das anders, da greifen die Regeln guter wissenschaftlicher Praxis und Peer Review. Aber damit kann die große Mehrheit der Menschen nichts anfangen. Das haben wir in Siggen mehrfach besprochen, ich habe dazu auch geblogged.

Die Argumente für und gegen eine staatliche Stiftung, die Wissenschaftsjournalismus fördern könnte, sind längst ausgetauscht. Etwa hier und hier. Ich will das nicht alles wiederkäuen. Nur so viel: Der Wissenschaft könnte nichts Blöderes einfallen, als sich journalistische Berichterstattung zu kaufen oder unabhängigen Journalismus zu simulieren. Und den Wissenschaftsjournalistinnen und -journalisten wiederum wäre auch nicht mehr zu helfen, wenn sie sich kaufen ließen. Damit wäre sämtliches Vertrauen in alle Komponenten des Systems erschüttert.

Insofern ärgere ich mich über die Unterstellungen, wir PR-Menschen aus der Wissenschaft (oder unsere Chefs und Chefinnen) wollten Journalist*innen in eine „Wissenschaftskommunikationsfamilie“ eingliedern oder mit Geld ködern. Das beleidigt sowohl unsere Intelligenz als auch die ehrliche Sorge um unabhängigen Journalismus –  den wir (aus durchaus auch eigennützigen Gründen) in eben seiner Unabhängigkeit brauchen.

17 Kommentare zu „WisskommjourPRÖA“

  1. Danke, Lieber Josef, für Deine klare Positionierung und Deinen Kommentar. Du umschiffst sehr elegant die Frage, ob es richtig ist, eine Stiftung Wissenschaftsjournalismus aus Mitteln der Forschungsförderung zu finanzieren und ob damit seine Glaubwürdigkeit in Gefahr geriete?
    Im übrigen, von „Kaufen“ sprechen ich nicht. Ich sehe das deutlich indirekter als schleichenden Prozess. Nichtsdestotrotz bin ich überzeugt davon, dass die „weite Definition“, wie Du und die meisten in diesem Kreis sie bevorzugen, sich auf Dauer durchsetzen wird.

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  2. Wahrscheinlich kriegst du jetzt das große Gähnen, denn ich vermute, diese Frage wurde in den einschlägigen Zirklen schon bis zum Erbrechen diskutiert – obwohl, vielleicht nicht?Jedenfalls stellt sich mir, die ich nicht zu den üblichen Diskutanten gehöre, das Thema aber seit längerem verfolge, die Frage: Warum muss es überhaupt einen Begriff „Wissenschaftskommunikation“ geben? Es gibt auch keine „Kulturkommunikation“ und keine „Landwirtschaftskommunikation“ und in der Tat gibt es auch keine „Politikkommunikation“, wie jemand in einem der Texte ganz richtig bemerkte. Soweit ich mich erinnere stammt „Wissenschaftskommunikation“ aus Push (Public Understanding of Science and Humanities)-Zeiten und hatte zum Ziel, den Menschen Wissenschaft und Technik verständlich und in gewisser Weise „schmackhaft“ zu machen, um den technischen Fortschritt nicht zu behindern. Es war die Zeit der Schülerlabore und es ging viel um Gentechnik, Biotechnologie, Mikroelektronik. Hier hatte „Wissenschaftskommunikation“ ein politisches Ziel. Daran mitgewirkt haben naturgemäß vor allem öffentliche Einrichtungen – Universitäten und Forschungsinstitute. Die öffentliche Hand hat Mittel bereit gestellt. Das BMBF versteht im Übrigen immernoch dasselbe darunter – Vermittlung von Wissenschaft an eine breite Öffentlichkeit. Der Bereich „Wissenschaftkommuniktion“ befasst sich dort ausschließlich mit den Wissenschaftsjahren.
    Die neue Definition von Wissenschaftskommunikation á la Wikipedia listet nun einfach alles auf, wo Kommunikation und Wissenschaft zusammen vorkommen. Wie einfallslos. Ein gemeinsames Ziel aller Aktuere sehe ich nicht und das kann es wohl auch nicht geben, da die Aktuere aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Systemen stammen. Das Ganze kann also höchstens irgendwie beschreibend sein. Genau dasselbe könnte man für „Landwirtschaftskommunikation“ durchexerzieren. Wer kommuniziert innerhalb, wer von innen nach außen, und Landwirtschaftsjournalisten gibt’s mit Sicherheit auch.
    Deshalb meine Frage: Was ist Wissenschaftskommunikation??
    Natürlich haben Akteure, die dazu gezählt werden, derzeit Schwierigkeiten (z.B. Journalisten) und die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft sehe ich persönlich durchaus als bedroht an. Es lohnt sich daher in jedem Fall, Dynamiken und Entwicklungen, durch welche die Akteure verknüpft sind, unter die Lupe zu nehmen. Trotzdem glaube ich nicht, dass Journalisten und Wissenschaftler irgendwie ein gemeinsames Ziel haben. Welches sollte das sein? Journalisten wollen (und müssen) mit ihren Beiträgen Geld verdienen (womit ich nicht sagen will, dass sich der ein oder die andere nicht auch oder zu allererst der Wahrheit und Aufklärung verpflichtet fühlt). Wissenschaftler wollen Erkenntnisse gewinnen und Karriere im Wissenschaftssystem machen. Wissenschafts-PR flankiert dies. Und von den Zielen forschender Unternehmen haben wir überhaupt noch nicht gesprochen.
    Anstatt sich mit dem Begriff „Wissenschaftkommunikation“ zu verkämpfen, sollten besser einzelne Fragen und Probleme der Teilbereiche angegangen werden. Die Krise des Journalismus ist mit Sicherheit nicht auf den Wissenschaftsjournalismus beschränkt, da müssen sowie viele mal ganz intensiv nachdenken. Aber vermutlich nicht die Wissenschaftler. Die Glaubwürdigkeit der Wissenschaft wiederum sehe ich nicht als Problem an, das Journalisten lösen können.
    Mein Fazit: Hört auf über Wissenschaftskommunikation zu reden. Es gibt Wichtigeres!

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    1. Liebe Christine,

      du hast ja so Recht (das meiste, was du schreibst, sehe ich sehr ähnlich). Vor allem auch in der Forderung, wir sollten aufhören, über den Begriff Wissenschaftskommunikation zu reden, es gibt wichtigeres (übrigens: mein Tweet lautete „Please, lasst mich künftig in Ruhe mit der Frage, wer zu #wisskomm gehört und wer nicht. Ich habe meine Meinung und glaube, es geht eigentlich um ganz was anderes…“.

      Ich sehe eine sich anbahnende Glaubwürdigkeits- und Vertrauenskrise in ehedem hoch angesehene Institutionen (das Wissenschaftsbarometer zeigt zwar, dass es nicht so dramatisch ist, wie von „innen“ gefühlt, aber ich bleibe dabei: Vertrauen erodiert). Und davon sind Journalismus und Wissenschaft jeweils auf eigene Weise betroffen.

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  3. „Die neue Definition von Wissenschaftskommunikation á la Wikipedia listet nun einfach alles auf, wo Kommunikation und Wissenschaft zusammen vorkommen. Wie einfallslos.“

    Diese Definition von Wissenschaftskommunikation als SAMMELBEGRIFF schließt an den internationalen Fachdiskurs zur „science communication“ (und die „science of science communication“) an, in dem Definitionen bewusst sehr breit gefasst sind. Hauptsächlich deshalb, weil sich durch diese Definitionen ein interdisziplinäres Forschungsfeld über den gemeinsamen Forschungsgegenstand konstituiert. Innerhalb der Disziplinen wird natürlich stärker differenziert.

    Dass der (Wissenschafts-)Journalismus in diesem Disziplinenspektrum mit erforscht wird, liegt zum einen daran, dass er als Multiplikator in sämtlichen Prozessen öffentlicher Kommunikation als Akteur immer präsent ist. Fragen des Framings oder der Themenauswahl – um nur zwei Beispiele zu nennen – sind übertragbar: sie spielen in der Wissenschafts-PR, in der Kommunikation innerhalb der Wissenschaft (s. z.B. Vinckers et al. 2015 doi: 10.1136/bmj.h6467), und natürlich im Journalismus eine Rolle.

    Zum anderen sind mit Journalismus und der Kommunikation aus und über Wissenschaft ähnliche normative Erwartungen verbunden: Aufklärung und Information, Bildung, eine zentrale Rolle in demokratischen Deliberationsprozessen, usw. – aus Sicht der Forschung macht es also Sinn, Felder mit ähnlichen Fragestellungen, ähnlichen Erwartungsstrukturen und überschneidenen Akteuren unter einem Dachbegriff zusammenzufassen.

    Die deutschen Debatten über Wissenschaftskommunikation sind meiner Wahrnehmung nach (als Wissenschaftler, der in diesem Feld forscht) überwiegend Praktikerdiskurse. Ich sehe, dass viele Begriffe unterschiedlich bis widersprüchlich gebraucht werden – oft werden z.B. die (wissenschaftlich) klar getrennten Bereiche PR und Marketing zusammengeschmissen. Vermutlich weil es in der Praxis oft schwieriger ist als in der Theorie, klare Grenzen zu ziehen. Wenn es aber an einer gemeinsamen Begriffsbasis fehlt ist klar, warum immer wieder die Frage auftaucht „worüber sprechen wir eigentlich gerade?“

    Da es weder ein gemeinsames Journal der Praktiker gibt, noch einen gemeinsamen Berufsverband (jede Gruppe hat ihren eigenen: Bundesverband HoKom für die Hochschulen, die WPK für die Journalisten, gemeinsame Sprecher-/Arbeitskreise bei den außeruniversitären Forschungseinrichtungen, …), und weil die Zugänge zum Berufsfeld nach wie vor divers und unreguliert sind, kann sich auch kaum eine gemeinsame Wissensbasis etablieren – sie muss also auf jeder Wissenswerte, auf jedem Forum etc. immer wieder neu ausgehandelt werden.

    Das ist auch deshalb so schwierig, weil natürlich jede Institution, jeder Organisation im Umfeld „Wissenschaftskommunikation“ (SAMMELBEGRIFF) mit unterschiedlichen Erwartungen konfrontiert ist und mit der Kommunikation (zumindest zum Teil) unterschiedliche Ziele verfolgt: MPG ist nicht Helmholtz ist nicht Universität A ist nicht Fachhochschule B ist nicht Ressortforschungseinrichtung C ist nicht Lokalzeitung D ist nicht überregionale (Wochen-)Zeitung E. Einige Ziele überschneiden sich sicher (z.B. Awareness, Enjoyment, Interest, Opinions, Understanding of/on science um eine Definition von „science communciation“ über die verfolgten Ziele zu zitieren – Burns et al. 2003, doi: 10.1177/09636625030122004), andere eher nicht (ökonomischer Erfolg im Journalismus, Standortmarketing der Hochschulen, …).

    Was heißt das jetzt für die Debatte? Nur weil verschiedene Dinge unter einem Dachbegriff gefasst werden, heißt das nicht, dass sie ihre Identität verlieren. Sie mögen in vielerlei Hinsicht ähnlich sein, aber sind nicht identisch. Es erscheint mir nicht so kompliziert, den Sammelbegriff zu benutzen wenn es um die Gemeinsamkeiten geht, und zu differenzieren wenn die Unterschiede betont werden sollen.

    Gefällt 1 Person

    1. Lieber Herr Schwetje, nochmals danke für diesen sehr guten Kommentar. Ich überlege, den sichtbarer zu machen. Ich könnte mir vorstellen, das wie einen Gastbeitrag mit eigener Überschrift in meinem Blog zu machen. Wäre das für Sie in Ordnung?
      Beste Grüße
      Josef Zens

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  4. Sehr geehrte Damen und Herren,
    verehrter Herr Zens,

    Dank an Sie, für die persönliche Sicht und Einordnung, offensichtlich herrscht zum Thema „Begriffe, Definitionen und Kategorien in Sprache“ ausreichend Verwirrung in der Diskussion, und man sucht nach Vereinfachung.
    Ich biete Ihnen hier einmal eine andere Herangehensweise an, die sich an der Wissenschaft der Informationstechnologie orientiert:

    Zitat: „Es war die Zeit der Schülerlabore und es ging viel um Gentechnik, Biotechnologie, Mikroelektronik. Hier hatte „Wissenschaftskommunikation“ ein politisches Ziel (…).“

    Dieser Satz impliziert, die Vorgänge lägen in der Vergangenheit, das ist keine wahre Aussage. Es geht um Gentechnik, Biotechnologie und Mikrowissenschaften, sie bestimmen unsere Zukunft als Menschen und Wissen Generierende; sie sind also höchst relevant und werden daher weiterhin politischer Einflussnahme ausgesetzt.
    Anhand dieses Satzes sehen wir bereits, wie schnell eine Aussage eine Gewichtung bekommt, die einen Widerspruch erzeugt.

    Wieso benötigen wir, Zitat: „alle ein gemeinsames (neues) Ziel“ im Zeitalter der Bits? Sind WIR die BORG?

    Sind wir (natürlich) nicht; denn Evolution bedeutet Diversität, und unterschiedliche Gehirne erfassen Aussagen und Problemstellungen unterschiedlich.
    Das hat auch einen logischen Grund, ein szenariogestütztes Vorgehen, erwehrt sich besser eintreffender, nicht erwarteter (nicht kalkulierter) Veränderungen. Diese Definition stammt aus der Wirtschaftsinformatik, und bedient sich vorsätzlich der Vielfalt der Biologie (Ereignisvielfalt), um sich von Vorgängermodellen der allumfassenden BORG-Erleuchtung (Wirtschaftsdogma) abzugrenzen. Warum wollte man das? Weil man erkannt hat, dass sich auf diese Weise Risiken minimieren lassen. Zumindest versucht man das, denn ob es praktisch von Nutzern eines Modells umgesetzt wird, wir uns also an Richtlinien oder Definitionen halten, lässt sich auf kommunikativem Weg meistens nicht überprüfen.

    Ergebnisse in der Wissenschaft sollten prüfbar sein (sie verharren aber oft in Thesen, abhängig von technologischen Errungenschaften), das verbindet sie mit der Zunft des Berichterstatters, dennoch liegen auch Fakten und Ergebnisse in unterschiedlicher Interpretation vor.
    Es gibt politisch gestützte Auslegungen und kapitalwirtschaftlich gestützte. Kein Interpret ist frei von Einfluß und eigener Note.
    Im Zwischenzeitalter der KI und Datenverarbeitung stellt sich für die Interpreten von Forschung und Wissen die Frage: wollen wir das Modell der BORG, in dem alle Texte optimiert oder suboptimiert einer Suchroutine angepasst werden, um sie rascher auffindbar und/oder publizierbar/verbreitbar zu machen?
    Oder wollen wir denkbaren Individualismus als Faktor in Kommunikation UND Wissenschaft erlauben? Zu jeder Zeit gab es eifrige Diskussionen über Begrifflichkeiten, zumeist einigte man sich auf eine akademische Deklaration, um auf gleicher Welle funken zu können (das erhöht den Einfluss der Aussage auf Gesellschaft und Organisationen).
    KI-Forscher unterteilen z.B. Sprache in Ebenen, von der rudimentären Command-EXE-Maschinensprache, bis zum Idealwert, der ohne Abgleich diverser Varianten einer endlosen (wachsenden) Liste auskommt, weil er einer übergeordneten Sache folgt (KI-Implikation), die wiederum als Priorität in der Sprache verankert ist. Ein dogmatischer Weg. Es geht um Effizienz auf dem Weg zum Ergebnis.

    Als freie Journalistin, die keinem Wirtschaftsmodell oder einer Kommunikationsfibel folgt, und trotzdem für die Wissenschaft tätig ist, nutze ich den uns gegebenen menschlichen Instinkt, die Erwägung der Vernunft und die des eigenen Gewissens. Alles vegetative Einflüsse auf unsere Sprache. Diese Parameter sind bei jedem Interpret von unterschiedlicher Ausprägung – genetisch, kulturkreisabhängig und von jeweiliger Bildung und Erziehung neuronal geformt.
    Wir sind also keine Maschinen, die einer perfekten Definition folgen können bzw. müssen, um ein Ergebnis zu erzielen. Dazu gibt es
    übrigens gute Literaturbeispiele aus der Robotik oder Physik (u.a. von Isaak Asimov).

    Vielleicht sollten wir besser wieder lernen, unseren Instinkten zu vertrauen, statt in seltsam distingierter Form einer akademischen/wirtschaftlichen Matrix einen Dienst zu erweisen.
    Denn dieser Weg überführt uns zwangsläufig in die Verwertung durch Maschinensprache. Solch eine Welt der Kommunikation wird per definitionem eine unmenschliche sein (ohne Wertung, ob das nun gut oder schlecht sein kann). Sie dient dem Dogma. Kennen wir aus unserer Historie in allen Fällen einer einflussnehmenden Macht. Sie wird in Form der Digitalisierung von uns nur leider stark unterschätzt, weil keine sichtbar menschlichen Sündenböcke zur Verfügung stehen.

    Jede Bestimmung einer gemeinsamen Menge braucht tatsächlich eine Definition und deren Richtlinien. Um aber die Komplexität unserer Natur, und somit unseres Denkens und Wertens, zu berücksichtigen, brauchen wir Vielfalt und müssen uns die Fähigkeit der Erkenntnis erhalten, dass Dinge zwischen den Dingen kein Widerspruch zu bestehenden Fakten sein müssen, sondern deren Erweiterung (#Chaostheorie, #Fraktale, #Mathematik #Neuronale #Netze). Gerade die Entwicklung der Kommunikation in Forschung und Technik zeigt uns doch, dass das Chaos eigentlich nur eine Ordnung sein kann, die nur niemand erkennen kann, der mit 3 Dimensionen lebt …

    In diesem Sinne: Lassen Sie sich nicht lenken, nicht bestimmen, nicht eingrenzen, folgen Sie essentiellen Richtlinien Ihrer Zunft, aber auch Ihrer inneren Auswertung von Sprache und Text, und bannen Sie somit die Gefahr, sich in Heuristik zu verlieren. Bewahren Sie die Vielfalt der Wege, sich Ausdruck zu verleihen, als Homo sapiens sapiens.
    So finden Sie gleichsam zu einander, ohne am Ende in der Monokultur weniger Konglomerate als schweigsamer Unterstützer zu erwachen.

    Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit, und gute Reise auf dem Weg in die kommunikative Zu(ku)nft. – Susan Ville

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    1. Liebe Frau Ville, danke für Ihren Kommentar. Zum Verständnis: Wo haben Sie das oben angeführte Zitat her? Aus einem meiner Beiträge? Das mit den Schülerlaboren…
      Viele Grüße
      Josef Zens

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